Dafür, dass unsere Demonstration „Bildungsblockaden einreißen!“ am Vormittag stattfindet, gibt es gleich mehrere Gründe:

1.) Das Ziel der Demonstration ist es, die Aufmerksamkeit des Ministeriums und der Landesregierung für unsere Forderungen und deren Umsetzung zu bekommen. Vor dem Jahr 2008 haben wir Schüler_innen, gemeinsam mit den Eltern, Lehrer_innen und Studierenden bereits zwei Mal nachmittags unter dem Motto „Bildung ist dein Menschenrecht!“ demonstriert. Davon hat das Kultusministerium keine Notiz genommen.
Mit dem Wechsel auf den Vormittag bei unseren Demonstrationen in den folgenden Jahren, setzte sich das Ministerium bereits vor der Demonstration mit unseren Forderungen auseinander. Diesen großen Erfolg konnten wir nur durch die Verschiebung auf den Vormittag erzielen. Im Jahr 2009 hat unser Termin die Landesregierung im Vorfeld so stark beeindruckt, dass sie versucht hat, das Schulgesetz mit der Zerschlagung der Gesamtschulen und Vollen Halbtagsschulen (VHGS) im Landtag auf einen Tag vor den Protest vorzuziehen.

2.) Wir demonstrieren nicht nur für bessere Bedingungen in den Schulen – wir lehnen auch die Missstände an unseren Schulen ab. Das wird durch ein Fernbleiben, bei gleichzeitiger Demonstration, deutlich. Arbeitnehmer_innen streiken und demonstrieren auch nicht in ihrer Freizeit.

3.) Zu den Missständen zählt auch der Unterrichtsausfall. An unseren Schulen derzeit 4-6 Stunden die Woche. Für die Demonstration fallen rund 4 Stunden aus, aber durch unsere Demonstration bekommen wir hoffentlich so viele zusätzliche Lehrer_innen, dass in Zukunft gar kein Unterricht mehr ausfällt. Da lohnen sich die 4 Stunden Demo doch weit mehr, als das Warten bei 6 Stunden Unterrichtsausfall.